Antworten zu häuslicher Pflege,
Gesundheit und Wohnen im Alter

24. August 2017

Wie viel bezahlt die Pflegekasse für Pflegehilfsmittel?

Wie viel bezahlt die Pflegekasse für Pflegehilfsmittel?

Der Pflegebedürftige muss zu allen technischen Hilfsmitteln (zum Beispiel Pflegebetten) einen Eigenanteil von 10 Prozent, maximal aber 25 Euro, beisteuern. Den Rest zahlt die Kasse.

Für Verbrauchsprodukte – zum Beispiel Einmalhandschuhe oder Desinfektionsmittel – werden ab dem 1. Januar 40 Euro pro Monat erstattet (vorher 31 Euro). Einen Eigenanteil gibt es hier nicht.

Wenn Gehhilfen oder Rollstühle vom Arzt verordnet werden, tragen die Kosten dafür die Krankenkassen und nicht die Pflegekassen.

Allerdings gibt es häufig streit darüber, was notwendig ist und was nicht und wer es ganau bezahlen muss. Nicht selten weigern sich die Krankenkassen, zu bezahlen, verweisen auf die Pflegekassen. Und umgekehrt.

Und wenn ein beantragter E-Rollstuhl zum Beispiel nicht der Mobilität in der eigenen Wohnung dient, sondern dazu, am sozialen und kulturellen Leben außerhalb der eigenen vier Wände teilzunehmen, dann sagen Krankenkassen auch schon mal, das Sozialamt müsse den Rollstuhl bezahlen.

Wer ihn dort aber beantragt, muss seine Vermögensverhältnisse komplett offenlegen…

Wer Probleme mit solchen Anträgen hat und von den Kostenträgern von Pontius nach Pilatus geschickt wird, sollte einen Anwalt zu Rate ziehen.

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