Antworten zu häuslicher Pflege,
Gesundheit und Wohnen im Alter

23. Oktober 2017

Gesundheit im Alter

Woran können Angehörige den Beginn einer Demenz erkennen?

Zu Beginn steht meistens eine gewisse Antriebsschwäche und Lustlosigkeit. Dann treten Gedächtnislücken regelmäßig auf, weitere Merkmale kommen hinzu, zum Beispiel Sprach- oder Orientierungsschwierigkeiten. In dieser Situation sollten Angehörige zusammen mit dem Betroffenen unbedingt einen Arzt aufsuchen. Allerdings negieren die Betroffenen am Anfang die Krankheit häufig und verweigern sich einem Arztbesuch. Dennoch sollen die Angehörigen auf keinen Fall den Verdacht einer Demenz verdrängen, denn eine frühzeitige Diagnose führt dazu, dass die Betroffenen und die Familie Zugang zu den verschiedenen Hilfsangeboten bekommen. mehr

Werden Rehabilitationsmaßnahmen in der Pflege gefördert?

Seit der Pflegereform von 2008 müssen die Pflegekassen den zuständigen Rehabilitationsträger – in der Regel die Kranken- oder die Rentenkassen – in Kenntnis setzen, wenn sie feststellen, dass Leistungen zur Rehabilitation notwendig sind und der Versicherte damit einverstanden ist. Diese Information kommt einer Antragstellung gleich und leitet dadurch die Rehabilitationsmaßnahme ein. mehr

Was ist das sogenannte Leuchtturmprojekt Demenz?

Ziel des Leuchtturmprojektes Demenz ist es, aus den vorhandenen Versorgungsangeboten die besten zu identifizieren und weiterzuentwickeln. Die Leuchttürme zielen auf Vorhaben und Initiativen ab, die Vorbildfunktion haben, wegweisend sind und den jeweiligen Bereich nachhaltig voranbringen. Das Projekt dient auch der besseren Vernetzung der vorhandenen Versorgungsangebote mit dem Ziel des Informations- und Erfahrungsaustausches, der Aufklärung über das Krankheitsbild sowie der Enttabuisierung des Themas in der Bevölkerung. Es wurden 29 viel versprechende Vorhaben, die von unabhängigen und neutralen Sachverständigen ausgewählt wurden, in den Jahren 2008 und 2009 mit rund 13 Mio. Euro gefördert. mehr

Was genau ist Demenz?

Das lateinische Wort Demenz ist der Oberbegriff für eine ganze Gruppe von Krankheiten, deren gemeinsames Merkmal der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit ist. Zu Beginn äußert sich die Krankheit in Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, später ist zunehmend auch das Langzeitgedächtnis betroffen, so dass die Menschen auch viel im Laufe ihres Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten verliefen. In etwa 90 Prozent aller Fälle ist diese Entwicklung unumkehrbar. mehr

Was genau ist Alzheimer?

Die Alzheimer-Krankheit ist mit einem Anteil von 60-65 Prozent die häufigste irrevesible Demenzform. Alzheimer ist eine degenerative Krankheit des Gehirns, in deren Verlauf Nervenzellen des Gehirns zerstört werden. Von den ersten Symptomen bis zum Tod dauert die Krankheit durchschnittlich sieben Jahre. Charakteristisch für diese Krankheit ist ein schleichender, nahezu unmerklicher Beginn. mehr