Antworten zu häuslicher Pflege,
Gesundheit und Wohnen im Alter

23. Oktober 2017

Pflegestufen

Was ändert sich bei der Pflege 2015?

Was ändert sich bei der Pflege 2015?

Mehr Leistungen, mehr Möglichkeiten für die Betreuung zu Hause – und natürlich höhere Beiträge: Bei der Pflege ändert sich 2015 ganz viel. Hier finden Sie alle Details und alle Zahlen. mehr

Warum verändert sich die Definition von „pflegebedürftig“?

Warum verändert sich die Definition von „pflegebedürftig“?

Pflegebedürftig ist, wer „wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Erkrankung oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Alltag für länger Zeit oder auf Dauer in erheblichem Maße Unterstützung benötigt.“ mehr

Wie wird der Grad der Hilfebedürftigkeit berechnet?

Bei der Stufe 0 spricht man von einer „insgesamt eingeschränkten Alltagskompetenz“. Die „traditionellen“ Pflegestufen 1 bis 3 werden folgendermaßen definiert: Pflegestufe 1: Der Betroffene ist „erheblich Pflegebedürftig“ Pflegestufe 2: Der Betroffene ist „schwer pflegebedürftig“ Pflegestufe 3: Der Betroffene ist „schwerst pflegebedürftig“ mehr

Wie viele Pflegestufen gibt es?

In der Pflegeversicherung gibt es die Pflegestufen 1 bis 3, hinzu kommt die sogenannte Pflegestufe 0. Pflegestufe 0 bedeutet, dass die Pflegekasse zwar anerkennt, dass ein Mensch einen Hilfebedarf hat, aber dieser Bedarf ist nicht groß genug, um die Eingruppierung in die Pflegestufe 0 möglich zu machen. Für Menschen, die mehr Hilfe benötigen, als in Pflegestufe 3 definiert, gibt es zudem sogenannte Härtefallregelungen. mehr

Wie lässt sich dieser Zeitaufwand genau messen?

Bei der Berechnung des Zeitaufwands geht die Pflegekasse von der Frage aus, wie lange ein Angehöriger oder eine anderer nicht professioneller Helfer für die Hilfe einer Person pro Woche benötigen würde. Daraus errechnet sich dann der Zeitaufwand pro Tag. Diese Art der Ermittlung und Berechnung ist schon oft als ungerecht und realitätsfern kritisiert worden. mehr

Wie hoch sind Hilfebedarf und Zeitaufwand in der Pflegestufe III?

Die Pflegestufe III bekommen Menschen zuerkannt, die für Körperpflege, Ernährung oder Mobilität täglich rund um die Uhr, also auch nachts, und zusätzlich mehrfach bei der hauswirtschaftlichen Versorgung Hilfe benötigen. Der dafür erforderliche Zeitaufwand muss mindestens fünf Stunden täglich betragen, wovon mindestens vier Stunden auf die Grundpflege entfallen müssen. mehr

Wie hoch sind Hilfebedarf und Zeitaufwand in der Pflegestufe II?

Die Pflegestufe II bekommen Menschen zuerkannt, die für Körperpflege, Ernährung oder Mobilität mindestens dreimal täglich – und zwar zu verschiedenen Tageszeiten – Hilfe benötigen und außerdem mehrfach in der Woche Unterstützung bei der Hauswirtschaft brauchen. Für die Pflegestufe II muss der dafür erforderliche Zeitaufwand mindestens drei Stunden täglich betragen, wovon mindestens zwei Stunden auf die Grundpflege entfallen müssen. mehr

Wie hoch sind Hilfebedarf und Zeitaufwand in der Pflegestufe I?

Laut Definition der Pflegekassen bekommen die Pflegestufe I Menschen zuerkannt, die für wenigstens zwei Verrichtungen einmal täglich Hilfe benötigen und zusätzlich mehrfach in der Woche Unterstützung bei der Hauswirtschaft benötigen. Für die Pflegestufe I muss der dafür erforderliche Zeitaufwand mindestens 90 Minuten täglich betragen, wovon mindestens die Hälfte auf die Grundpflege entfallen muss. mehr

Wer bekommt welche Pflegestufe?

Das hängt davon ab, wie viel Hilfe der Betreffende im Alltag tatsächlich benötigt. Im Rahmen einer Prüfung des MDK, des „Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung“ wird dabei eingeschätzt, für welche täglichen Verrichtungen Hilfebedarf besteht und wie hoch der notwendige Zeitaufwand für diese Verrichtungen ist. mehr

Welche Leistungen bezahlt die Kasse in der Pflegestufe 0?

Die Pflegekasse in der Stufe 0 nicht direkt Leistungen für den Pflegebedürftigen, aber sie bezahlt für solche Dinge, die die betreuende Person entlasten. Beispielsweise kann die Kasse die Kosten für eine Tagespflege übernehmen, wenn die Betreuungskraft im Urlaub ist. mehr

Was ist der MDK?

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung – kurz MDK – ist der Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung in einem Bundesland. Er berät und begutachtet nicht nur im pflegerischen, sondern auch im medizinischen und zahnmedizinischen Bereich. Organisiert ist der MDK in der Regel auf Landesebene in Form einer von den Landesverbänden der Krankenkassen gegründeten Arbeitsgemeinschaft. Es gibt 15 MDKs in Deutschland. Sie prüfen zum Beispiel Pflegeeinrichtungen. Die Sachverständigen des Medizinischen Dienstes besuchen aber im Auftrag der Pflegekasse auch Privatpersonen, die eine Pflegestufe beantragt haben. Anhand eines umfangreichen Katalogs ermitteln sie den Bedarf an Hilfe, den der Antragsteller benötigt. Das Gutachten ist mehr

Warum gibt es eine Pflegestufe 0?

Es geht hier um Menschen mit einem Hilfe- und Betreuungsbedarf, der sich nicht an bestimmten sogenannten Verrichtungen festmachen lässt. Nur für die Hilfe bei solchen Verrichtungen bezahlt die Pflegekasse, nicht aber zum Beispiel für ein Spiel mit einem Demenzkranken. mehr

Unter welchen Voraussetzungen gilt die Härtefallregelung in Pflegestufe III?

Sind die Voraussetzungen der Pflegestufe III erfüllt und liegt ein außergewöhnlich hoher Pflegeaufwand vor, kann die Härtefallregelung in Anspruch genommen werden. In diesem Fall gibt es höhere Leistungen. Für die Feststellung eines außergewöhnlich hohen Pflegebedarfs im Sinne der Härtefallregelungen ist Voraussetzung, dass die Hilfe bei der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) mindestens sechs Stunden täglich, davon mindestens dreimal in der Nacht, erforderlich ist, oder dass die Grundpflege für den Pflegebedürftigen auch nachts nur von mehreren Pflegekräften gemeinsam (zeitgleich) erbracht werden kann. Wenigstens bei einer Verrichtung tagsüber und des Nachts muss dabei neben einer professionellen mindestens eine weitere Pflegeperson tätig werden, mehr