Antworten zu häuslicher Pflege,
Gesundheit und Wohnen im Alter

26. Juni 2017

Über diese Seite

 

Christoph Lixenfeld

Dies ist ein Informationsangebot zu Gesundheit, Pflege, Altenhilfe, Wohnen im Alter und demographischem Wandel.

Der Herausgeber und Autor, Christoph Lixenfeld, beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren als Journalist mit diesen Themen. In dieser Zeit habe ich für die Süddeutsche Zeitung, den Spiegel, die Zeit, das Handelsblatt, die Wirtschaftswoche und viele andere geschrieben, Hörfunkbeiträge für Deutschlandradio Kultur und den NDR erstellt sowie Fernsehen gemacht für Magazinsendungen wie Panorama oder PlusMinus. Und ich habe ein Buch geschrieben.

Seit Jahren berichten Medien intensiv über jene Themen, um die es auf dieser Seite geht. Nach einem Anlass musste niemand lange suchen, keine Redaktion, in der nicht irgendein Kollege von einem Pflegefall im eigenen Umfeld zu berichten wusste.
Doch obwohl es unzählige Artikel oder TV-Stücke über Pflege und Altenhilfe gab,  fühlen sich 48 Prozent der Menschen schlecht oder sehr schlecht darüber informiert, wie eine Untersuchung aus dem Jahr 2010 ergab. Was keineswegs daran liegt, dass die Berichterstattung schlecht war.

Zwei Gründe gibt es für das Informationsdefizit: Erstens verdrängt fast jeder (der nicht journalistisch darüber arbeitet) das Thema Pflege und Hilfsbedürftigkeit im Alter möglichst lange und verschiebt Recherchen über Pflegestufen, Kostenträgter oder erst Recht über Heime genau bis zu dem Tag, an dem er gezwungen wird, sich zu informieren. Typischer Fall: Die Mutter ist zwar schon 80, aber fit, fährt vielleicht noch Auto. Dann erleidet sie einen Schlaganfall oder einen Sturz mit bösen Folgen. Plötzlich ist es vorbei mit dem „man müsste ja eigentlich mal“, sondern es gilt, konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Nur welche?

Denn der zweite Grund für das Informationsdefizit lautet: Die Sache ist in Deutschland sehr kompliziert. Es gibt unterschiedliche Kostenträger und Pflegestufen, jene gesetzlichen Bestimmungen, die Pflegebedürftige betreffen, verteilen sich auf fünf verschiedene Sozialgesetzbücher.

Auch die Praxis gibt unzählige Rätsel auf: Nur weil dem Pflegebedürftigen in Pflegestufe I ein Hilfebedarf von 90 Minuten täglich zugestanden wird, bedeutet das noch lange nicht, das der Pflegedienst jeden Tag für 90 Minuten erscheint. Von Pflegedienst zu Pflegedienst kann die tatsächliche Pflegezeit höchst unterschiedlich sein. Warum? Niemand, der nicht metertief in die absurde Logik unseres Sozialsystems einsteigt, kann das verstehen. Und selbst dann wird es schwierig.

Oder: Manches Heim in Nordrhein-Westfalen kostet in der höchsten Pflegestufe doppelt so viel wie eines in Sachsen-Anhalt. Ohne zwingend schöner, größer, neuer oder sonstwie besser zu sein….

Diese Webseite kann und will nicht sämtliche Informations- und Transparenzprobleme der Altenhilfe in Deutschland lösen. Aber ich möchte Lesern durch leicht verständliche, kritische Antworten schnell und fundiert informieren, wobei die Anzahl der Texte kontinuierlich wächst. Abgesehen von den Antworten zum Thema Pflege können Sie hier Artikel über Alter, Gesundheit, Sozialpolitik und einiges mehr lesen.

Die Seite heißt Wohin mit Mutter? nicht etwas deshalb, weil ich der Meinung bin, Ihre Mutter oder meine müsse woanders hin als sie ist. Meine erste und beste Antwort auf die Frage Wohin mit Mutter? lautet: Sie bleibt am besten, wo sie ist, nämlich in der eigenen Wohnung. Ich bin ein großer Anhänger des Prinzips ‚ambulant vor stationär‘. Dennoch finden Sie auf dieser Seite auch Infos über Pflegeheime, weil es sie gibt und weil auch darüber Menschen Informationen suchen und brauchen.
Über Anmerkungen und sonstigen Input freue ich mich, am liebsten per Mail.

Christoph Lixenfeld

P.S. Die Dame oben ist wirklich nicht meine Mutter. Sie ist ein Model.